Pariser Terroranschlag

Die wiederholten unmenschlichen Terroranschläge des IS in Paris zeigen, dass diese Terrororganisation eine globale Bedrohung für Menschlichkeit, Zivilisation und ein friedliches Zusammenleben geworden ist. Eine Bedrohung dieses Ausmaßes erfordert einen entschlossenen Kampf auf vielerlei Ebenen. Ein Kampf allein mit militärischen Mitteln kann nicht gewonnen werden.
Er kann nur gewonnen werden, wenn die internationale Gemeinschaft die Wahrung elementarer Menschenrechte in den Vordergrund und eigene geopolitische und ökonomische Interessen in den Hintergrund rückt. Nur so kann der Westen seine Glaubwürdigkeit wahren und dem internationalen Terrorismus den Nährboden entziehen.

Die einzigen Kräfte, welche die IS-Terrormiliz erfolgreich bekämpfen sind die Kämpfer der kurdischen Volksverteidigungseinheiten. Umso verwunderlich ist es, dass gerade das NATO-Mitglied Türkei massive Angriffe auf kurdische Stellungen und Siedlungsgebiete fliegt. Damit macht sich die Türkei mehr als nur mittelbar zum größten Unterstützer der IS-Terroristen. Indem die internationale Gemeinschaft die türkischen Militärübergriffe und mehrwöchige Ausgangssperren in den kurdischen Städten schweigend hinnimmt wird die Kampfmoral der kurdischen Verteidiger gegen den IS geschwächt. Jedes Verbrechen gegen die Menschlichkeit muss – egal von wem begangen – verurteilt werden, vor allem, wenn diese von engen Verbündeten verübt werden. Unterlässt die westliche Staatengemeinschaft derartige Rügen, untergräbt sie ihre eigene Glaubwürdigkeit und distanziert sich von ihren mühsam erkämpften Werten.

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